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Haus des Deutschen Werkbunds

Mit seiner Gründung formuliert der Deutsche Werkbund den Anspruch, alle Lebensbereiche ‚vom Sofakissen bis zum Städtebau’ zu gestalten und entwickelt eine bis heute moderne Formensprache. Um der einflussreichen Geschichte und den aktuellen Diskursen des Werkbundes Raum zu geben, wird in unmittelbarer Nähe zur Darmstädter Mathildenhöhe das Haus des Deutschen Werkbunds geplant. Ziel des Entwurfs ist – über die Erfüllung der funktionalen Anforderungen hinaus – eine architektonische Antwort zu finden, die die Innovationskraft und Gestaltqualität des Werkbundes widerspiegelt und gleichzeitig eine Einfügung in den Kontext des zukünftigen Welterbes Mathildenhöhe schafft. Im Rahmen des Entwurfs ‚Haus des Deutschen Werkbundes’ wird der Georg-Moller-Preis 2018 vergeben.

Große Bühne – Neue Oper Frankfurt

Die Anfang der 60er Jahre im Spannungsfeld der Nachkriegsmoderne von Otto Apel an der Wallanlage geplante Theaterdoppelanlage der städtichen Bühnen entspricht nicht mehr den heutigen baulichen und räumlichen Anforderungen. Durch die Auslagerung der Oper kann der Standort für das Schauspiel erhalten und fortgeführt werden. Als neuer Stadtbaustein soll die Oper Impulse zur Stadtentwicklung am östlichen Mainufer setzen. Es ist ein identifikationsstiftender Typus zu entwickeln, der den Besonderheiten des aussergewöhnlichen Topos und den funktionalen Anforderungen entspricht. Dabei sollen tradierte Raumkonzepte hintergefragt und für zeitgenössische Inszenierungen neu interpretiert werden. Gesucht ist ein architektonischer Ausdruck, der die Qualitäten des Bestands weiterentwickelt und der Bedeutung im Stadtraum entspricht.

Europäische Vertretung in Berlin

Am 25. März 1957 unterzeichnen die Regierungen der sechs Gründerstaaten Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande die römischen Verträge. Diese gelten als ‚Grundstein‘ für die Europäische Union, die politische Integration Europas, sowie die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung. Für die anlässlich des 60-jährigen Jubiläums zu planende Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin ist ein identifikationsstiftender Typus zu entwickeln, der den Besonderheiten des Topos und den funktionalen Anforderungen entspricht und die Vision Europas versinn(bild)licht. Die Vertretung beinhaltet die Residenz für den Botschafter sowie Räume der Begegnung und Kommunikation, in denen über die Arbeit der Kommission informiert wird. Gesucht ist ein architektonischer Ausdruck, der die fortentwickelte Identität der europäischen Idee angemessen widerspiegelt.

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Sammlung Hagemann

Die Sammlung Carl Hagemann (1867-1940) gilt als eine der bedeutensten Sammlungen expressionistischer Kunst. Für die seit Jahrzehnten nur ausschnittweise gezeigten Gemälde, Skulpturen und Papierarbeiten der Künstler der ‚Brücke‘, ist im Essener Stadtgarten, in unmittelbarer Nähe zum Folkwang Museum, dem Aalto Theater und der Philharmonie, ein Museum zu entwerfen. Aus der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Werken von Kirchner, Nolde, Heckel u.a. sowie dem unmittelbaren architektonischen und städtebaulichen Umfeld, sind Räume mit spezifischen Charakter zu entwickeln, die das Erlebnis des Kunstwerks stärken und andererseits das Museum an dem Ort präsent machen sollen

Accademia Thomanum

Der Thomanerchor, 1212 gegründet, gehört zu den ältesten und anerkanntesten Chören weltweit. Für die wöchentlichen Auftrittezusammen mit dem Gewandhausorchester in der Thomaskirche werden Proberäume zum Einsingen und Einspielen benötigt.Die Accademia soll zugleich Anlaufstelle für nationale und internationale Gäste sein, die während Ihres Aufenthaltes mit denThomanern singen und das musikalische Erbe Bachs sowie die Musikstadt Leipzig kennen lernen und entdecken möchten.Gesucht ist ein Gebäude mit Räumen der Konzentration zum gemeinsamen Musizieren und Studieren, zum Rückzug wie auch zurBegegnung. Ganz nach dem Wahlspruch ‚res severa est verum gaudium‘ soll ein lebendiger Ort entstehen, der einlädt, in diewunderbare Welt der klassischen Musik.

Performance Lap

Der Frankfurter Stadtteil Bockenheim befindet sich im Umbruch.Der ehemalige Universitätscampus an der Bockenheimer Landstraße wird nach und nachaufgegeben. Neben Wohn- und Gewerbeflächen sollen die Hochschule für Musik unddarstellende Kunst und weitere Frankfurter Kulturinstitutionen hier unterkommen,um so ein lebendiges Quartier mit vielfältigen kulturellen Angeboten zu generieren.Die Entwurfsaufgabe für das Wintersemester 2015-16 beschäftigt sich mit einemwichtigen kulturellen Baustein des KulturCampus Bockenheim. Im unmittelbarer Nähezum Bockenheimer Depot soll das Performance Lab Frankfurt entstehen. Hier sollenneue Formen von Theater, Tanz und zeitgenössischer Musik sowie moderneVermittlungsformen von Kunst erarbeitet und der Öffentlichkeit zugängig gemachtwerden. Renommierte Kunst- und Kulturinstitutionen aus den unterschiedlichenBereichen der darstellenden Kunst sollen im Performance Lab Frankfurt zusammenarbeiten, forschen, produzieren, ausstellen und aufführen. Neue Raumideen sollen diekünstlerische Produktion, Forschung und Vermittlung fördern und den Künstlern undihren Gästen einen Ort zum Austausch bieten.Neben den Fragestellungen zur städtebaulichen Lösung, der räumlichen Organisation unddem architektonischen Erschgeinungsbild wird uns in diesem Semsester die Interaktionvon Raum und darstellender Kunst beschäftigen.