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Wohnen, Wohnen und nochmals Wohnen

Ungebremster Fortschrittsglaube und die Euphorie des Wirtschaftswunders kennzeichnen eine Zeit, in der alles möglich erscheint. Anfang der 1960er Jahre ist die dringlichste Wohnungsnot der Nachkriegszeit behoben. Die Steuereinnahmen des wirtschaftlichen Aufschwungs ermöglichen nanzielle Spielräume, in denen erstmals eine umfassende Städtebaupolitik auf Grundlage der Ideen der Vorkriegsmoderne und der als fortschrittlich betrachteten gesellschaftlichen Leitvorstellungen entwickelt wird: Großwohnsiedlungen wie München-Neuperlach,Köln-Chorweiler oder das Märkische Viertel in Berlin entstehen.Anhand von Analysen des historischen Kontextes, der stadt- strukturellen und der gebäudetypologischen Eigenarten wol- len wir uns dem Typus „Großwohnsiedlung“ näheren, sein Scheitern begreifen und seine Potentiale entdecken. Das Seminar wird begleitend zum Entwurf „Gropius Stadt Wohnen“ empfohlen.