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Peggy Guggenheim Collection

70 Jahre nachdem die Galeristin und Kunstmäzenin Peggy Guggenheim 1948 auf der 24. Venedig Biennale ihre Sammlung der modernen Kunst des 20.Jhd. im griechischen Pavillon zeigt, wird der Palazzo ‚Venier dei Leoni’ als Planungsort zur Diskussion gestellt. Auf dem bestehenden Sockelfragment oder anstelle des Sockels ist ein neues Museum für die Sammlung von Peggy Guggenheim zu entwerfen. In dieser einmaligen städtebaulichen Lage am Canal Grande und in der Nachbarschaft prächtiger Gebäude wird die Frage unserer gegenwärtigen Sprachlichkeit verschärft gestellt. So wie die Gegenwart die Einwurzelung in die Geschichte benötigt, so braucht die Geschichte die Fortführung in der Gegenwart; in dem Sinne soll die Frage der Sprache, von Zusammenhang und Zusammen- klang im Bezug zum Bestand wie auch zur Nachbarschaft untersucht werden.

Schule am Kochelsee

In Kochel am See ist vor dem imposanten Bergpanorama eine zweizügige Grundschule zu planen. In dem einmaligen Landschaftsraum, der Maler wie Franz Marc und Gabriele Münter in das ‚blaue Land’ zieht und Ihnen Inspiration gab, ist die Sprache zu finden wie eine Schule außerhalb der Morphologie der Stadt in den Landschaftsraum und in die traditionelle Architektur ein- gebettet werden kann.In der Bildung vollzieht sich ein grundlegender Wandel – individuelle Förderung, Rhythmisierung des Unterrichts, aktivierende Lern- und Lehrformen, selbstorganisiertes Lernen, wie in Gruppen angeeignetes Wissen und Bildung – eine solche Schule fordert neue Räume, die sich von den gesicherten Typologien unterscheiden. Insofern sollen tradierte Raumkonzepte hinter- fragt und ein identi kations-stiftender Typus für Schüler, Lehrer, Eltern und die Gemeinde neu entwickelt werden. Dabei sind die elementaren Fragen der Architektur – Raum, Struktur, Material – zu beantworten und sorgfältig Maßstab, Ausdruck, Gestalt und Atmosphäre zu entwickeln.